Wir verbringen nur einen Teil unsere Zeit zu Hause, wo unsere Notvorräte und Ausrüstung sind. Was aber, wenn uns ein Notfall beim Einkaufen überrascht? Oder beim Kaffeetrinken mit Bekannten? Oder beim Spazierengehen? Die folgenden Sachen helfen, auch da gut zurecht und vor allem nach Hause zu kommen.

Das wichtigste im Notfall ist, rasch nach Hause in Sicherheit zu kommen. Man sollte daher in der Stadt immer alles bei sich haben, was man braucht, um im Notfall schnell nach Hause zu kommen. Mir persönlich ist dabei wichtig, dass die Sachen leicht und klein sind. Ich möchte nicht ständig eine zusätzliche Tasche oder so herumschleppen. Im Idealfall möchte ich alles in meiner Geldtasche und Hosentasche unterbringen. Ich empfehle daher folgende Sachen in der Stadt immer dabei zu haben:

  • Bargeld: Mindestens 100 EUR (besser 200 EUR) in unterschiedlichen Scheinen (50er, 20er, 10er, 5er). So kann ich im Notfall mit dem Taxi heimfahren oder einen  Autofahrer fürs Mitfahren bezahlen. Und ich kann am Heimweg noch letzte Vorräte kaufen, auch wenn Bankomatkassen nicht mehr gehen.
  • Smartphone: Im Notfall will ich wissen, ob es meinen Liebsten gut geht und mit ihnen besprechen, was zu tun ist. Außerdem gibt es am Smartphone viele nützliche Apps, von Taschenlampe über Uhr, Kompass, Kamera, GPS+Karten etc. Manches davon ist auch dann verwendbar, wenn das Mobilfunknetz bereits zusammengebrochen ist.
  • Jahres- oder Monatskarte für die öffentlichen Verkehrsmittel: Wenn ich mein eigenes Auto stehen lassen muss oder zu Fuß unterwegs bin, kann ich Bus, U-Bahn und Straßenbahn nutzen, auch wenn ich an den Ticketautomaten zB wegen Stromausfall, kein Ticket mehr kaufen kann.
  • Feste Schuhe mit guter Sohle: Für den Fall, dass man zu Fuß vom Einkaufszentrum am Stadtrand oder so nach Hause gehen muss, sollte man immer feste Schuhe anhaben, mit denen man zur Not auch mal in den Dreck steigen und in denen man einige Kilometer laufen kann. Es gibt auch schöne Schuhe mit fester Sohle und gutem Halt. Zumindest für Männer.
  • Pflaster und Schmerztablette: Für kleine Erste-Hilfe Fälle.
  • Kreditkarte mit hohem Limit: Falls Strom noch da ist und man elektronisch zahlen kann ist eine Kreditkarte der Ersatz für alles mögliche, was man nicht dabei hat. Man kann dann einfach ins nächste Geschäft gehen und es kaufen, feste Schuhe zum Beispiel oder gleich ein Fahrrad.
  • Blutspendeausweis mit Blutgruppe: Falls man selbst verletzt ist, hilft das den Rettungskräften.
  • Stift und Papier: Für kleine Nachrichten oder um sich oder anderen Notizen zu machen.
  • Pfeife: Mit eine Notfallpfeife kann man auf sich aufmerksam machen, wenn man verletzt ist und Hilfe braucht oder bedroht wird.

Diese Sachen helfen im Notfall, schnell nach Hause zu kommen und können in Geldtasche oder Hosentasche leicht verstaut werden.

Wenn Sie noch mehr Platz haben, im Winter beispielsweise in einer Jacke oder auch in einer Handtasche, würde ich ein kleines Erste-Hilfe Set, ein Schweizer Taschenmesser, eine Atemmaske und eine kleine Smartphone-Powerbank mitnehmen.

PS: Unter Überlebensexperten hat sich für Sachen, die man immer bei sich tragen sollte, der Begriff „EDC-Kit“ etabliert. EDC steht dabei für Every-Day-Carry, also Dinge, die man jeden Tag bei sich trägt. In den meisten empfohlenen EDC Kits sind ein Messer, ein Kompass, Streichhölzer, ein Stück Seil usw. drin. Das ist sicher alles sehr hilfreich, wenn man einige Tage im Wald überleben will. Außerdem ist es cool, sowas immer dabei zu haben. Aber in der Stadt? Wozu brauche ich da ein Stück Seil? Oder einen Kompass? In der Stadt muss man das finde ich ein wenig anders angehen. Was im Wald durchaus seine Berechtigung hat, ist in der Stadt eher nutzlos. Ich finde daher oben angeführte Sachen wesentlich praktischer, um in der Stadt rasch nach Hause zu kommen.

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